Festgeld-Zinsen sinken auf breiter Front

Was viele Experten für Anfang Januar erwartet haben, ist spätestens Anfang Februar eingetreten: Die Zinsen für Festgeldanlagen folgen dem allgemeinen Trend nach unten. Dabei gingen die meisten Banken in zwei Schritten vor. Zunächst sanken die Zinssätze für kurzfristige Festgelder mit einer Laufzeit bis zu 12 Monaten. Diese Entwicklung ist auch sehr gut in den Charts der FMH Finanzberatung abzulesen. Die gute Nachricht: Diese Zinssätze scheinen sich nun stabilisiert zu haben. Die schlechte Nachricht: Jetzt beginnen die Geldinstitute sukzessive, auch die Zinsen für Festgeld mit mittleren und längeren Laufzeiten anzupassen.

 

Zinssenkungen auch bei mittel- und langfristigem Festgeld

Die Luft für Festgeld-Anleger wird zusehends dünner: Allein Mitte Februar sanken die Festgeldzinsen für ausgewählte Laufzeiten u.a. bei der IKB direkt, Bigbank, Bank of Scotland und ING-DiBa – bei einigen Anbietern um 20-30 Basispunkte. Dennoch lohnen sich Festgeldanlagen auch weiterhin – wenn man einige Punkte beachtet.

So scheint es zwar auf den ersten Blick sinnvoll, sich Zinsen von 4 Prozent und höher möglichst langfristig zu sichern. Zugleich sollte man jedoch beachten, dass das Kapital während dieser Laufzeit fest gebunden ist. Zudem wird es wohl aktuellen Prognosen zufolge in den kommenden Monaten und Jahren zu einem deutlichen Inflationsanstieg kommen – Anleger sind jedoch weiterhin an den heute vereinbarten Zinssatz gebunden, die Rendite schrumpft.

Deutlich sinnvoller erscheint es daher, nach attraktiven Festgeld-Angeboten mit einer Laufzeit zwischen 12 und 48 Monaten Ausschau zu halten. Für diese Anlagezeiträume locken bei den Top-Anbietern Festgeldzinsen deutlich über 3 Prozent, etwa bei der IKB direkt oder der Bank of Scotland.

Die aktuellen Festgeldzinsen im Überblick auf geldanlage.com