Die Absatzkrise der Energiekonzerne im Bezug auf Gewerbekunden wird begleitet von einer erheblichen Erhöhung der Strompreise für diese Gewerbekunden. Alle wesentlichen Komponenten, aus denen sich Strompreis für die Industrie zusammensetzt, sind seit Beginn der Wirtschaftskrise angestiegen.
Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Strompreisvergleich des Verbands der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK). Konkret führt der Vergleich aus, dass ein Industriekunde mit einem mittlerem Stromverbrauch im aktuell etwa 20 Prozent mehr für seine Stromlieferung zahlen muss als noch im letzten Jahr.
Der Strompreis setzt sich aus den reinen Stromkosten, der Netznutzung, den Anteilen für die CO2-Zertifikate und den Steuern und Abgaben zusammen. Sowohl die reinen Stromkosten als auch die Kosten für die CO2-Zertifikate und die Netzentgelte sind in diesem Jahr gestiegen. Oben drauf kommen dann noch die Abgaben und Steuern, die durch die Erhöhung der Steuersumme ebenfalls -absolut gesehen- steigen.
Versorger glänzen mit Gewinnmeldungen in der Krise
Während dessen veröffentlichen die großen Energieversorger ihre Quartalsbilanzen und melden nicht für möglich gehaltene Gewinnmeldungen. Aber Standortschließungen der Industrie aufgrund übermäßiger Energie-Kostenbelastung schaden den Energieversorgern langfristig, deshalb fordern die wirtschaftlich angeschlagenen Gewerbekunden die Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Energieversorgern auf eine neue Grundlage zu stellen.